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Informationen zur Eizellkultur im TimeLapse-Inkubator

Bei der künstlichen Befruchtung werden die Eizellen der Frau entnommen, ausserhalb des menschlichen Körpers befruchtet und in einem speziellen Brutschrank kultiviert. Das Kulturmedium und die Bedingungen im Brutschrank bilden dabei das Milieu im menschlichen Körper nach, in dem sich die Eizellen normalerweise zu diesem Zeitpunkt befinden würden.Während der Entwicklung im Inkubator ist es unumgänglich, die Eizellen zu bestimmten Zeitpunkten zu kontrollieren. Diese mikroskopischen Untersuchungen, die möglichst kurz gehalten werden, können Aussagen über den korrekten Verlauf der Entwicklung ermöglichen. Abweichungen vom normalen Verlauf können erkannt werden und die Auswahl der optimalen Eizellen unterstützen. Logischerweise befinden sich die Zellen bei einer herkömmlichen mikroskopischen Untersuchung nicht in ihrer optimierten Umgebung im Brutschrank. Deshalb müssen diese Untersuchungen so selten wie möglich stattfinden, die Verweildauer ausserhalb des Brutschranks muss minimal gehalten werden.

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Vor einigen Jahren sind Brutschränke entwickelt worden, die dieses Problem elegant umgehen. In diesen Geräten werden die Eizellen im Brutschrank via Videomikroskopie beobachtet. Im Abstand weniger Minuten wird jede einzelne Eizelle im Infrarotbereich fotografiert, sodass eine lückenlose Beobachtung ohne Störung der Zellen möglich ist. Das Resultat dieser Dauerüberwachung ist eine Zeitraffer-Videoaufnahme (TimeLapse) der Entwicklung jeder einzelnen Eizelle. Dem Embryologen steht damit eine ganz neue Informationsquelle zur Beurteilung der Entwicklung zur Verfügung.Diese Geräte werden mittlerweile in zahlreichen Zentren eingesetzt. Die internationale Forschung hat zu völlig neuen Bewertungskriterien geführt, die bei Einsatz dieserTechnik angewandt werden können. Auch in unserem Zentrum steht ein solches Gerät zur Verfügung. Neben den umfangreichen Informationen, die durch die Auswertung der Zeitrafferaufnahmen gewonnen werden, bietet dieses Gerät absolut stabile Kulturbedingungen. Im 5-Minuten-Takt werden von jeder Eizelle 7 Fotos in verschiedenen Fokusebenen gemacht. Die Belichtungsdauer beträgt jeweils nur wenige Millisekunden. Das „Fotolicht“ liegt im Infrarotbereich, wodurch ein Einfluss auf die Zellen verhindert wird.

Die Vorteile der Embryokultur im Miri-TL-Inkubator:

- optimale, völlig ungestörte Kulturbedingungen von der Behandlung bis zum Embryotransfer

- engmaschige Überwachung der Zellentwicklung durch eingebaute Videomikroskopie

- Aussagen über dynamische morphologische Ereignisse durch Zeitraffervideos.

In Studien zeigte sich eine Erhöhung der Implantationsrate, eine Reduktion der Frühabortrate und somit eine Erhöhung der fortlaufenden Schwangerschaftsrate.

Die Kosten für diese Zusatzleistung übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen nicht. Die Zusatzkosten entstehen durch die mit dieser Technik verbundenen Materialkosten, sowie durch die zusätzliche tägliche zytologische Beurteilung der aufgezeichneten Zellentwicklung.

Internationaler Artikel siehe HIER

Embryonalentwicklung im Zeitraffer

Das Video rechts zeigt Ausschnitte der Embryonalentwicklung im Zeitraffer. 

Es beginnt bei der Entstehung der Vorkerne (Pronuklei) und endet bei der Ausbildung einer expandierten Blastocyste kurz vor dem Transfer. In Echtzeit dauert diese Entwicklung 5 Tage. Der gezeigte Embryo wurde als Einzelembryo, sog. Single-Embryo-Transfer (SET), am Tag 5 der Patientin übertragen. Aus diesem Embryo ist ein gesundes Kind entstanden.

Timelapse-Video

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