Termin
online
buchen
Doctolib
Kinderwunsch-Zentrum-Dresden-Logo English
Telefon: 0351 501 400-0
Kinderwunsch Zentrum Dresden

Unfruchtbarkeit beim Mann: Ursachen erkennen, Lösungen finden

Männliche Fruchtbarkeit verstehen – medizinisch fundiert und menschlich begleitet

Ein unerfüllter Kinderwunsch betrifft nicht nur Frauen. In rund der Hälfte aller Fälle liegt die Ursache bei den Männern – sei es durch eingeschränkte Spermienqualität, hormonelle Störungen oder andere medizinische Faktoren. Doch noch immer ist das Thema „Unfruchtbarkeit beim Mann“ häufig mit Unsicherheit oder Scham behaftet. In diesem Artikel möchten wir medizinisch fundiert und zugleich empathisch aufklären: über Ursachen, Diagnoseverfahren und moderne Behandlungsmöglichkeiten für Männer mit Kinderwunsch.

Was bedeutet Unfruchtbarkeit beim Mann?

Definition und Relevanz

Von männlicher Unfruchtbarkeit spricht man, wenn ein Mann über einen Zeitraum von mindestens 12 Monaten trotz regelmäßigen, ungeschützten Geschlechtsverkehrs mit seiner Partnerin keine Schwangerschaft herbeiführen kann. Laut dem Deutschen IVF-Register liegt die Ursache bei etwa 30–40 % der Paare ausschließlich beim Mann, bei weiteren 20–30 % sind beide Partner beteiligt.

Woran erkennt man Unfruchtbarkeit beim Mann?

Anzeichen und Symptome

Viele Männer zeigen keine offensichtlichen Symptome. Dennoch können einige körperliche oder hormonelle Veränderungen Hinweise auf eine eingeschränkte Zeugungsfähigkeit sein:

  • Erektionsstörungen oder verminderte Libido
  • Schmerzen oder Schwellungen im Hodenbereich
  • Geringes Ejakulatvolumen
  • Hormonbedingte Veränderungen wie Brustwachstum oder Muskelschwund
  • Auffällige Körperbehaarung oder Akne (Hinweis auf Testosteronungleichgewicht)

Wichtig: Diese Anzeichen sind nicht zwangsläufig ein Beweis für Unfruchtbarkeit, sollten aber ärztlich abgeklärt werden.

Häufige Ursachen für Unfruchtbarkeit beim Mann

Komplexe Zusammenhänge, klar erklärt

Die Ursachen männlicher Unfruchtbarkeit sind vielfältig und oft kombinatorisch. Zu den häufigsten zählen:

  • Qualitative oder quantitative Spermienstörungen
    • Oligozoospermie (zu wenig Spermien)
    • Asthenozoospermie (zu geringe Beweglichkeit)
    • Teratozoospermie (zu viele Fehlformen)
    • Azoospermie (fehlende Spermien im Ejakulat)

Diesen Spermiogrammveränderungen können folgende Erkrankungen/Veränderungen zu Grunde liegen:

  1. Hormonelle Ursachen
    • Hypogonadismus (Unterfunktion der Hoden)
    • Störungen der Hypophyse oder des Hypothalamus
    • Schilddrüsenerkrankungen
  2. Anatomische Veränderungen
    • Hodenhochstand (auch im Kindesalter)
    • Krampfadern am Hoden (Varikozele)
    • Verengungen oder Verschlüsse der Samenleiter
  3. Genetische Ursachen
    • Klinefelter-Syndrom
    • Y-Chromosom-Deletionen
    • Zystische Fibrose (CFTR-Mutation)
  4. Externe Einflüsse und Lebensstil
    • Rauchen, Alkohol, Drogen
    • Übergewicht, Bewegungsmangel
    • Hitzeeinwirkung (z. B. Sauna)
    • Umweltgifte (z. B. Pestizide)
    • Langfristige Einnahme bestimmter Medikamente

Wie testet man die Fruchtbarkeit des Mannes?

Diagnostik – einfach, diskret und aufschlussreich

Die Fruchtbarkeitsuntersuchung beim Mann ist in der Regel unkompliziert und bietet rasch Klarheit. Sie umfasst:

  • Spermiogramm (Analyse der Spermienmenge, -form, -beweglichkeit)
  • Hormonstatus (Testosteron, LH, FSH, Prolaktin)
  • Ultraschalluntersuchung der Hoden und Nebenhoden
  • Genetische Diagnostik (bei Azoospermie oder familiärer Vorgeschichte)
  • Infektionsdiagnostik
  • Körperliche Untersuchung (z. B. Ausschluss einer Varikozele)

In der Regel genügt ein Termin mit einem Urologen/Andrologen um eine Diagnose zu stellen.

  • Psychogene Ursachen (z. B. Leistungsdruck, Stress)

Je nach Ursache kommen psychologische Begleitung, medikamentöse Therapie oder unterstützende Reproduktionsmedizin (z. B. In-vitro-Fertilisation) in Frage.

Wie lange sind Männer fruchtbar?

Im Gegensatz zur weiblichen Fruchtbarkeit nimmt die männliche Zeugungsfähigkeit langsamer ab, bleibt aber nicht unbegrenzt erhalten.

  • Mit steigendem Alter verschlechtert sich die Spermienqualität (DNA-Fragmentierung steigt)
  • Die Wahrscheinlichkeit für Fehlbildungen oder genetische Auffälligkeiten nimmt leicht zu
  • Ab etwa 40–45 Jahren sinkt die Fruchtbarkeit messbar

Daher ist auch beim Mann eine frühzeitige Diagnostik bei Kinderwunsch sinnvoll.

Behandlungsmöglichkeiten bei männlicher Unfruchtbarkeit

Je nach Ursache stehen unterschiedliche Optionen zur Verfügung:

  • Hormontherapie (z. B. bei Hypogonadismus)
  • Varikozelen-Operation (bei Hodenkrampfadern)
  • Insemination (IUI) oder In vitro Fertilisiation (IVF) bei leichten Einschränkungen
  • Intrazytoplasmatische Spermieninjektion ICSI (bei schwerer männlicher Fertilitätsstörung)
  • Mikrochirurgische Spermienentnahme (TESE/MESA) bei Azoospermie
  • Spermienkonservierung vor Chemotherapie oder aus Altersvorsorge

Psychologische Aspekte – auch Männer brauchen Unterstützung

Ein unerfüllter Kinderwunsch kann das Selbstbild als Mann und Partner belasten. Gefühle wie Versagen, Scham oder Ohnmacht sind häufig – und völlig normal. Wir empfehlen:

  • Offene Kommunikation in der Partnerschaft
  • Psychologische Begleitung (z. B. durch Kinderwunschberatungsstellen)
  • Austausch mit anderen Betroffenen

FAQ – häufig gestellte Fragen

Was sind die Symptome männlicher Unfruchtbarkeit?

Oft fehlen klare Symptome. Mögliche Hinweise sind Erektionsprobleme, hormonelle Auffälligkeiten oder auffällige Spermiogramm-Ergebnisse. Sicherheit bringt eine ärztliche Untersuchung.

Wie funktioniert eine Fruchtbarkeitsuntersuchung beim Mann?

Sie umfasst ein Spermiogramm, Blutuntersuchungen, Ultraschall und ggf. genetische Tests. Die Diagnostik ist meist einfach und schmerzfrei.

Wie viel kostet ein Fruchtbarkeitstest beim Mann?

Die Kosten liegen je nach Umfang zwischen 100–300 Euro. Bei Kinderwunsch werden viele Untersuchungen anteilig von der Krankenkasse übernommen.

Wie lange sind Männer fruchtbar?

Biologisch theoretisch lebenslang – jedoch nimmt die Qualität der Spermien ab etwa 40 Jahren messbar ab. Eine frühe Diagnostik ist daher auch für Männer sinnvoll.

Kann man trotz Unfruchtbarkeit Vater werden?

Ja. Die moderne Reproduktionsmedizin ermöglicht in vielen Fällen eine Schwangerschaft – z. B. durch ICSI, TESE oder Samenspende.

Sie möchten Ihre Fruchtbarkeit überprüfen lassen oder haben Fragen zu möglichen Behandlungsmethoden?

Unser erfahrenes Team von IVF Dresden begleitet Sie empathisch, diskret und medizinisch fundiert auf Ihrem Weg zum Wunschkind.

👉 Vereinbaren Sie ganz unkompliziert ein erstes Beratungsgespräch per Video – bequem und vertraulich über Doctolib.

Erstgespräch vereinbaren
Kinderwunschzentrum Dresden
im Wöhrl-Plaza
Prager Str. 8a
01069 Dresden
Tel. 0351 501 400-0
Fax 0351 501 400-28
E-Mail:
Instagram Online-Infoabend Erstgespräch vereinbaren Videosprechstunde Downloads Praxisimpressionen


Kryobank im Kinderwunschzentrum Dresden
Prager Str. 8a
01069 Dresden
Tel. 0351 50140019
E-Mail:
Sprechstundenzeiten
Mo., Mi., Do. 08.00 – 19.00 Uhr
Di. 08.00 – 13.00 Uhr
14.30 – 19.00 Uhr
Fr. 08.00 – 14.00 Uhr

Telefonische Erreichbarkeit
Mo. – Do. 08.00 – 13.00 Uhr
14.30 – 18.00 Uhr
Fr. 08.00 – 13.00 Uhr

Blutentnahme
Mo. – Do. 08.00 – 17.30 Uhr
Fr. 08.00 – 13.30 Uhr

Dienstags ist die Praxis von 13.00 bis 14.30 Uhr geschlossen!