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Fehlbildung der Gebärmutter: Ursachen, Auswirkungen und Chancen beim Kinderwunsch

Wie angeborene Fehlbildungen der Gebärmutter den Kinderwunsch beeinflussen können – und welche diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten heute bestehen.

Die Diagnose Fehlbildung der Gebärmutter löst bei vielen Frauen und Paaren Verunsicherung aus – insbesondere dann, wenn ein Kinderwunsch besteht oder eine Schwangerschaft nicht eintritt. Häufig tauchen Fragen auf wie: Ist eine Schwangerschaft trotz Fehlbildung der Gebärmutter möglich? oder Erhöht sich das Risiko für Fehlgeburten?

Die moderne Reproduktionsmedizin ermöglicht heute eine präzise Diagnostik und differenzierte Einschätzung der individuellen Chancen. Dieser Text erklärt medizinisch fundiert und verständlich, welche Formen von Fehlbildungen der Gebärmutter es gibt, wie sie sich auf Fruchtbarkeit und Schwangerschaft auswirken und welche Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen.

Was bedeutet eine Fehlbildung der Gebärmutter?

Eine Fehlbildung der Gebärmutter ist eine angeborene anatomische Besonderheit, die durch eine gestörte Entwicklung der sogenannten Müller-Gänge im Embryonalstadium entsteht. Diese Gänge bilden normalerweise Gebärmutter, Eileiter, Gebärmutterhals und einen Teil der Scheide.

Kommt es in dieser Entwicklungsphase zu Abweichungen, können unterschiedliche Anomalien der Gebärmutter entstehen, die sich in Form, Größe oder innerer Struktur unterscheiden.

Wie häufig sind Gebärmutterfehlbildungen?

Aktuelle Studien zeigen:

  • 4–7 % aller Frauen haben eine angeborene Fehlbildung der Gebärmutter
  • bei Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch liegt die Häufigkeit bei 8–10 %
  • bei wiederholten Fehlgeburten sogar bei bis zu 15 %

Damit zählen Fehlbildungen der Gebärmutter zu den relevanten, aber oft unterschätzten Ursachen im Kontext von Kinderwunsch und Schwangerschaft.

Formen und Anomalien der Gebärmutter

Nicht jede Fehlbildung wirkt sich gleich auf die Fruchtbarkeit oder den Schwangerschaftsverlauf aus. Die genaue Form ist entscheidend.

Septierte Gebärmutter (Uterus septus)

Bei dieser Form ist die Gebärmutterhöhle durch eine Scheidewand teilweise oder vollständig geteilt.

Medizinische Bedeutung:

  • erhöhte Fehlgeburtenrate
  • eingeschränkte Einnistung

Diese Form ist gut behandelbar.

Zweihörnige Gebärmutter (Uterus bicornis)

Die Gebärmutter weist zwei Hohlräume auf, die oben miteinander verbunden sind.

Mögliche Auswirkungen:

  • meist normale Fruchtbarkeit
  • erhöhtes Risiko für Frühgeburt
  • Lageanomalien des Kindes

Eine operative Korrektur ist selten notwendig.

Einkammerige Gebärmutter (Uterus unicornis)

Hier ist nur eine Hälfte der Gebärmutter vollständig entwickelt.

Typische Folgen:

  • reduzierte Gebärmuttergröße
  • erhöhtes Risiko für Fehl- und Frühgeburten
  • eingeschränkte Schwangerschaftskapazität

Eine Schwangerschaft ist möglich, erfordert aber engmaschige Betreuung.

Doppelgebärmutter (Uterus didelphys)

Es bestehen zwei getrennte Gebärmutterhöhlen, häufig mit doppeltem Gebärmutterhals.

Medizinische Einschätzung:

  • Fruchtbarkeit oft erhalten
  • erhöhtes Risiko für Komplikationen
  • Schwangerschaft grundsätzlich möglich

Fehlbildung der Gebärmutter und begleitende Organanomalien

Da Gebärmutter und Nieren embryologisch eng verbunden sind, können zusätzlich auftreten:

  • Nierenfehlbildungen
  • Harnleiteranomalien

Eine ergänzende Diagnostik ist daher sinnvoll.

Beeinflusst eine Fehlbildung die Fruchtbarkeit?

Nicht jede Fehlbildung führt zu Unfruchtbarkeit. Entscheidend sind:

  • Art der Fehlbildung
  • Ausmaß der Veränderung
  • Durchblutung der Schleimhaut
  • individuelle Hormonlage

Viele Frauen mit Fehlbildung der Gebärmutter werden spontan schwanger. Dennoch können Einnistungsstörungen oder frühe Fehlgeburten häufiger auftreten.

Fehlbildung der Gebärmutter und Schwangerschaft

Eine Fehlbildung der Gebärmutter in der Schwangerschaft kann das Risiko für Komplikationen erhöhen, darunter:

  • Fehlgeburten
  • Frühgeburten
  • Wachstumsverzögerungen
  • Lageanomalien
  • Kaiserschnitt-Notwendigkeit

Die Prognose hängt stark von der individuellen Anatomie ab.

Welche Untersuchungen sind bei Verdacht auf Gebärmutterfehlbildung sinnvoll?

Zur sicheren Diagnosestellung werden kombiniert eingesetzt:

  • transvaginaler Ultraschall
  • 3D-Ultraschall
  • MRT des Beckens
  • Hysteroskopie
  • Laparoskopie in ausgewählten Fällen

Die exakte Einordnung ist entscheidend für Therapie und Prognose.

Behandlungsmöglichkeiten bei Fehlbildung der Gebärmutter

Operative Korrektur

Nicht jede Fehlbildung muss behandelt werden. Eine Operation wird erwogen bei:

  • septierter Gebärmutter
  • wiederholten Fehlgeburten
  • ausbleibender Einnistung

Die hysteroskopische Septumresektion ist minimal-invasiv und evidenzbasiert wirksam.

Erfolgschancen und Prognose

Studien und Registerdaten zeigen:

  • nach operativer Korrektur einer Septierung kann die Lebendgeburtenrate steigen
  • viele Frauen mit Fehlbildungen tragen Schwangerschaften erfolgreich aus
  • individuelle Betreuung senkt Komplikationsrisiken

Eine Fehlbildung der Gebärmutter ist kein automatisches Hindernis für eine Familie.

FAQ – Häufige Fragen zur Fehlbildung der Gebärmutter

Kann man mit einer Fehlbildung der Gebärmutter schwanger werden?

Ja. Viele Frauen werden spontan schwanger. Die Chancen hängen von der Art der Fehlbildung ab.

Erhöht sich das Fehlgeburtsrisiko?

Bei bestimmten Fehlbildungen ja, insbesondere bei ausgeprägten Veränderungen. Eine Behandlung kann das Risiko senken.

Muss jede Fehlbildung operiert werden?

Nein. Nur bei klarer medizinischer Indikation ist eine Operation sinnvoll.

Wie wird eine Fehlbildung sicher festgestellt?

Durch spezialisierte Bildgebung wie 3D-Ultraschall, MRT,Hysteroskopie und Laparoskopie

Eine Fehlbildung der Gebärmutter bedeutet nicht das Ende des Kinderwunschs. Mit moderner Diagnostik, individueller Beratung und gezielter Behandlung bestehen heute sehr gute Möglichkeiten, eine Schwangerschaft zu erreichen und sicher zu begleiten.

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